PA Modul

 

Eins vorweg, ich habe die Schaltung nicht neu erfunden, denn wie die meisten kommerziellen Endstufen nutzt auch meine Endstufe die Parallel Push / Pull Technik welche auch schon in den 80ern von Helge Granberg, Entwickler bei Motorola und Autor, vorgestellt wurde. Helge Granberg entwickelte ein Entwickler Board mit 4x MRF150 welches gut 600W lieferte. Dieses Board war aber eigentlich nicht als PA Modul gedacht, wurde aber zigfach nachgebaut.

Ich entwicklte ein neues PCB Layout, wobei natürlich die Symetrie sehr wichtig war und die Auswahl der Bauteile. Da ich keinen riesen Unun im Ausgang wollte, wurde dieser nun als Transmissen Line Transformer (TLT) aufgebaut. Wichtig war mir, dass das Modul stabil läuft, robust ist, saubere Signale erzeugt und dabei eine möglichst hohe Effiziens erreicht um möglichst wenig Wärme ableiten zu müssen.

Auch wollte ich Designfehler wie bei Tokyo High Power vermeiden, diese reduzierten die Gate Entkopplungs Widerstände auf nur 0,25 Ohm was absolut zu wenig ist. Resultat, zwar können diese Endstufen bis auf 6m aber fangen gerne an zu Schwingen und in ein paar ms sind dann die MOSFETS hinüber. Eine Gate Entkopplung unter 2 Ohm halte ich für gefährlich.

Das PA-Modul kann zwischen 40 VDC und 52 VDC betrieben werden und erreicht mit 4x Microsemi VRF2933 eine Ausgangsleistung von problemlos 1200W CW auf allen Bändern von 160m bis 10m. Die BIAS Versorgungsspannung ist temperaturkompensiert über einen NTC direkt auf einem VRF2933, dort wird übrigens auch die Temperatur erfasst für das Display und Schutzschaltung. Der BIAS Strom ist über 4x 20 Gang Spindeltrimmer einzustellen. Über die BIAS Spannungen erhält man im Voltages Menü einen Überblick wie gut die MOSFETS zusammen passen. Ich empfehle aber Matched Pairs einzusetzen. Das Ausmessen kann man recht einfach oder man kauft gleich Matched Pairs.

 


Der erste Prototyp, auch 1600W sind möglich ohne dass es qualmt oder knallt wink